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Wintersemester 2009/10


Bruder Frosch und Schwester Fliege
Was haben Fliegen, Fische und auch Frösche mit dem Menschen gemeinsam?

Bei genauem Hinsehen kann man erkennen, dass Frösche und Fische in einigen Merkmalen gar nicht so sehr vom Menschen verschieden sind. Und wenn man noch genauer schaut, findet man sogar viele Ähnlichkeiten zwischen Fliegen und Menschen. Der Grund dafür ist die Evolution: Alle Lebewesen haben einen gemeinsamen Vorfahren, dessen Nachkommen sich ganz allmählich verändert haben. Dieser unvorstellbar lang andauernde Prozess führte schließlich zu der phantastischen Vielfalt von Lebewesen, die wir heute auf unserer Erde finden.

Montag, 21. September 2009
16.15 Uhr und 17.30 Uhr, Deutsches Hygiene-Museum

Prof. Dr. Eli Knust, Genetikerin, Direktorin am Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik

Wollte als Kind Biologin werden.

Hier seht ihr die schönsten Fotos aus eurer Vorlesung...


Das allererste Wort
Der geheimnisvolle Grund, warum wir sprechen und schreiben können.

Wenn der Hund mit dem Schwanz wedelt, ist er freundlich. Aber sprechen kann er nicht. Er versteht vielleicht ein paar Wörter, zum Beispiel: "Sitz!" – aber eine Sprache versteht er nicht. Bei Affen ist das ganz anders: Die allermeisten Dinge, die sie sich untereinander "sagen" wollen, geschehen stumm. Sie tauschen vor allem Gesichtsausdrücke und Gesten mit den Händen aus. Da wir Menschen von Affen abstammen, könnte es sein, dass unsere Verständigung ganz früher einmal ebenfalls stumm und nur mit Gesten und Gesichtsausdrücken klappte. Aber wie kam es dann dazu, dass wir Menschen heute nicht nur verstehen und sprechen, sondern sogar lesen und schreiben können?

Montag, 26. Oktober 2009
16.15 Uhr und 17.30 Uhr, Deutsches Hygiene-Museum

Prof. Carsten Niemitz, Biologe, Leiter des Instituts für Humanbiologie und Anthropologie an der Freien Universität Berlin

Wollte als Kind Entdecker werden, zum Beispiel mit dem Hundeschlitten den Nordpol entdecken – oder mit dem Schiff über tropische Meere zu unbekannten Küsten aufbrechen. Später wollte er Algenzüchter werden und aus den Algen Nahrung für Menschen produzieren.

So sah es in eurer Vorlesung aus...


In der Werkstatt wilder Schimpansen
Primatenforschung in Afrika

Nach jahrelanger Forschung in einer der letzten Wildnisse Westafrikas stellt man erstaunt fest: Schimpansen und Menschen sind einander noch ähnlicher, als bisher geglaubt - besonders wenn es darum geht, Handlungen in der Zukunft zu planen. So nehmen kranke Menschenaffen gezielt Heilpflanzen zu sich, um Darmerkrankungen zu behandeln. Auch fertigen die Primaten verschiedene Geräte passgenau an, die sie bei Bedarf hintereinander wie aus einem Werkzeugkasten herausholen. Um an unterirdische Nester von Termiten oder Bienen heranzukommen, führen sie zunächst mit dicken Stöcken Probebohrungen durch, bevor sie feineres Gerät benutzen. Manche ihrer Werkzeuge verwahren Schimpansen sogar für zukünftige Wiederbenutzung in Baumkronen auf.

Montag, 9. November 2009
16.15 Uhr und 17.30 Uhr, Deutsches Hygiene-Museum

Prof. Dr. Volker Sommer, Primatologe, Lehrstuhl für evolutionäre Anthropologie, University College London

Wollte als Kind Zoologe werden.

Eure Vorlesung in Bildern...


Moby Dick in Sachsen
Die Geschichte des Leipziger Pottwals

Im Januar des Jahres 2002 strandete an der Nordseeküste ein dreißig Tonnen schwerer Pottwal. Dieser wurde geborgen und in Leipzig präpariert. Pottwale sind auf Grund ihrer extremen Lebensweise nicht nur für die Wissenschaft sondern auch für die Kunst interessant. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass Wale keine plumpen Urtiere sind, sondern vielmehr ein Erfolgsmodell in der Evolution der Säugetiere.

Montag, 23. November 2009
16.15 Uhr und 17.30 Uhr, Deutsches Hygiene-Museum

Prof. Ingo Garschke, Professor für Künstlerische Anatomie und Zeichnerisches Naturstudium, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

Wollte als Kind Tierarzt werden.


In fünf Jahren um die Welt
Wie Darwins Reise das Leben veränderte

Mit 22 Jahren wurde Charles Darwin eingeladen, an einer Weltumsegelung teilzunehmen. Fünf Jahre dauerte diese Reise, die ihn in die entlegensten Teile der Erde führte. Als junger Mann, der sein Medizinstudium nicht abgeschlossen aber dann Theologie studiert hatte, heuerte er an, als reifer Mann kehrte er von dieser Weltreise zurück. Er hatte gelernt, Fragen zu stellen und die Natur zu beobachten, wie kaum ein anderer vor ihm. Die Evolutionstheorie, die aufgrund dieser Beobachtungen über Jahre in seinem Kopf reifte, verändert das Bild der Welt bis heute.

Montag, 30. November 2009
16.15 Uhr und 17.30 Uhr, Deutsches Hygiene-Museum

Prof. Dr. Johanna Eder, Paläontologin und Botanikerin, Direktorin des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart

Wollte als Kind etwas mit Steinen zu tun haben, Paläontologin oder Geologin werden.


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